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Rohrsysteme: Heizungs-, Solar- und Gasleitungen

1. Heizungsanlagen:

- Stahlrohre

Geschweißte Stahlrohre kommen mittlerweile nur noch bei größeren Leitungsdimensionen zum Einsatz. In den gängigen Größen wurden sie von Presssystemen für Präzisionsstahl-, Kupfer- oder Verbund-Rohre abgelöst.
Vorteil ist zwar der niedrige Materialpreis, allerdings dauert die Installation länger, sie ist fehleranfälliger und mit mehr Schmutz verbunden.

- Präzisions-Stahlrohre

Der Unterschied zu den klassischen Stahlrohren besteht darin, dass die Durchmesser nicht in Zoll, sondern in Millimetern genormt wurden. Die Wandstärken sind ebenfalls geringer und eignen sich deshalb für verzinkte Pressfittings.
Zum äußeren Korrosionsschutz sind die Rohre entweder mit einem Kunststoffmantel oder einer Verzinkung versehen.

- Kupferrohre

Kupferrohre haben den Vorteil der einfachen Verarbeitung. Sie werden hydraulisch gepresst - wir löten Kupferrohre nicht mehr. Durch Biegen mit einem speziellen Handwerkzeug können auch schwierige Einbausituationen gelöst werden. Bei den Herstellern gibt es für dieses System die größte Auswahl an Formteilen.
Ein Risiko für unseren Einkauf besteht aber beim manchmal deutlich schwankenden Börsen- kurs des Materials, der auch immer sehr schnell auf die Preise durchschlägt.

- Verbundrohre

Metall-Verbundrohre sind für die Heizungs- und Trinkwasserinstallation geeignet.
Aufbau: Im Inneren befindet sich das mediumführende Kunststoffrohr; fest damit verbunden ist ein Metallmantel (meist aus Aluminium) und außen eine zweite schützende Kunststoffschicht.

Der große Vorteil dabei ist, dass die Rohre nach dem Biegen in der gewünschten Form bleiben und für gerade Leitungsführungen auch unter der Decke und im Versorgungsschacht verlegt werden können. Verbunden werden sie mit Klemmverschraubungen bzw. Pressfittings.

Bei uns haben sich Verbundrohre vor allem beim Anschluss von Heizkörpern und kleinen bis größeren Sanitärinstallationen bewährt.

2. Solaranlagen:

Für die Anbindung von Solaranlagen werden von uns entweder Kupfer- oder flexible Edelstahlrohre verwendet.
Früher wurden die Kupferrohre gelötet, heute nur noch gepresst. Wegen der höheren Temperaturen kommen neben einer hochtemperaturbeständigen Dämmung auch spezielle Dichtringe zum Einsatz.

Die flexiblen Edelstahlrohre haben sich vor allem bei Nachrüstungen bewährt. Sie werden bereits vorgedämmt in Rollen geliefert und endlos, das heißt ohne Verbindungsteile, eingebaut. Dabei können sie auch in vorhandene Schächte eingezogen werden.

3. Gasleitungen:

Meistens werden bei neuen Gasleitungen Presssysteme für Kupfer- oder Verbundrohre mit speziell zugelassenen Gasfittings verwendet.
In Ausnahmefällen, z.B. bei großen Industrieanlagen, können auch Stahlrohre zum Einsatz kommen. Die Verbindung durch Autogenschweißen und die dafür benötigte offene Flamme ist bei Gasleitungen natürlich etwas kritisch. Man braucht dazu unbedingt eine eigene Zusatz- ausbildung.
Bei der Ergänzung von Bestandsanlagen oder schwierigen Einbausituationen wird auch heute noch auf nahtlose, verzinkte Leitungen ausgewichen. Sie werden mit Gewindefittings verbunden und sind korrosionsgeschützt.

Eine Besonderheit bei verzinkten Rohren ist die Unterscheidung in geschweißte und nahtlose Rohre:
Standardrohre werden im Werk anfangs glatt gewalzt, dann zylindrisch verformt und mit Robotern verschweißt.
Nahtlose Rohre entstehen dagegen durch den Einsatz eines Dornes und Walzen, die das noch zähe Metall formen. Hier hat man den Vorteil, dass es keine Schwachstellen im Mantel gibt, die vor allem in Längsrichtung bei Innendruck problematisch sind.
Deshalb sind bei verzinkten Gasleitungen nahtlose Rohre vorgeschrieben.